
Vincent van Gogh, Bobbin Winder, 1885. Wikimedia Commons. · PD
Garnwinde
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Die Geschichte
Die Frau hier macht die Arbeit, die vor dem Weben kommt. Sie wickelt gesponnenes Garn auf Spulen, damit es später im Schützen des Webstuhls laufen kann, und in den Weberfamilien von Nuenen war dieses Aufspulen meist Sache der Frauen und Kinder. Van Gogh malte die Studie 1885 im niederländischen Brabant, wo das Weben noch in den Häusern geschah, an Handwebstühlen, im Stücklohn für Zwischenhändler. Die mechanischen Fabriken der Gegend nahmen dem Heimgewerbe gerade das Brot weg. Er nannte die Weber in seinen Briefen ausgesprochen arme Leute und kehrte wieder und wieder in ihre engen Stuben zurück. Gemalt ist das Bild in Braun- und Grautönen, so dunkel, wie die Räume tatsächlich waren.




