
Caspar David Friedrich · PD
Sträucher im Schnee
Details
Die Geschichte
Friedrich verbindet man mit weiten, feierlichen Fernen, einer einsamen Gestalt vor Meer oder Nebel. Dieses Bild kehrt das um. Er ist in der Dresdner Heide, dem Buschland östlich der Stadt, wo er gern spazieren ging, nah an den Boden gegangen und hat ein einzelnes, kahles Gebüsch gemalt, das aus dem Schnee aufsteigt, darüber nur ein schmaler Streifen blassen Himmels. Es gibt keinen Horizont, in den der Blick entweichen könnte, und keine einzige menschliche Figur. 1828 stellte er es als «Aus der Dresdner Heide II» aus, als Teil eines Paares. Sein Gegenstück, eine Gruppe junger Tannen, hängt heute in München, und die Forschung liest beide als aufeinanderfolgende Ansichten eines einzigen Winterspaziergangs, als hätte der Maler nur innegehalten und zu Boden gesehen. Ein Rezensent jenes Jahres lobte, wie nah das alles der unmittelbaren Naturbeobachtung sei.




