
Paul Gauguin · PD
Das Kanu; tahitianische Familie (Te vaa)
Details
Die Geschichte
„Te vaa“ steht unten links auf dem Bild, das tahitische Wort für „das Kanu“, daneben Gauguins Signatur und die Jahreszahl 96. Seit dem Vorjahr lebte er zum zweiten Mal auf Tahiti. Die Idee geht auf ein Gemälde zurück, das 1881 im Pariser Salon hing, „Der arme Fischer“ von Pierre Puvis de Chavannes, eine hagere Gestalt, die aufrecht in ihrem Boot steht. Gauguin legt das Gewicht auf das Boot selbst, das den Bildraum schräg durchschneidet. Ein nackter Fischer kniet am Palmenstamm und trinkt aus einer Kokosschale, eine Frau in weißer Bluse und rotem Rock ruht daneben, ein Kind lehnt sich an die Bordwand. Kunsthistoriker der Eremitage haben bemerkt, dass die Haltung des Mannes an altägyptische Grabmalereien aus Theben erinnert. Gauguin malte auf grobem Jutegewebe, und das Bild ist im Lauf der Zeit merklich nachgedunkelt.




