Christus und die Jungfrau im Haus zu Nazaret

Francisco de Zurbarán · CC0

Christus und die Jungfrau im Haus zu Nazaret


Details

Jahr
1630
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
165 × 218,2 cm

Die Geschichte

Eine solche Szene gibt es in den Evangelien nicht. Zurbarán, der in Sevilla während der spanischen Gegenreformation arbeitete, erfand einen stillen häuslichen Augenblick und lud jeden Gegenstand darin mit Bedeutung auf. Der Jesusknabe hat ein kleines Dornenkränzchen geflochten und sich daran den Finger gestochen. Seine Mutter hebt den Blick von der Näharbeit, die Augen feucht, als wüsste sie bereits, wohin all das führt. Die Lilien und Rosen auf dem Tisch sprechen von ihrer Reinheit, das Taubenpaar von der Seele, die aufgeschlagenen Bücher von den alten Prophezeiungen, die sich gleich erfüllen werden. Bilder wie dieses entstanden für das private Gebet, um langsam betrachtet und Detail für Detail gelesen zu werden. Selbst der Blutfaden am Finger des Kindes ist eine Probe für die Kreuzigung, die noch viele Jahre entfernt ist.

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