
Gustav Klimt · PD
Kirche in Cassone
Details
Die Geschichte
Von Ende Juli bis Mitte September 1913 war Gustav Klimt am Gardasee, wie fast jeden Sommer mit Emilie Flöge und deren Familie. Sie wohnten bei Malcesine am Ostufer. Von dort blickt man nach Süden auf Cassone, ein Dorf am Wasser, dessen Häuser und Kirchturm Klimt in ein dicht gemustertes Grün und Grau setzte, mit dunklen Zypressen davor.
In denselben Wochen malte er auch eine Ansicht von Malcesine selbst. Dieses zweite Bild verbrannte im Mai 1945 beim Brand von Schloss Immendorf im Weinviertel, wohin es mit anderen Werken Klimts vor den Luftangriffen ausgelagert worden war. Damit ist die Kirche von Cassone die einzige erhaltene Gardasee-Ansicht, die von ihm bekannt ist.
Wie fast alle seine Landschaften ist sie quadratisch, gut einen Meter in jeder Richtung. Den Ausschnitt suchte Klimt sich häufig mit einem Fernglas, durch das er die Landschaft absuchte, bis das Motiv flach im Rahmen lag.




