Totes Kaninchen mit Jagdgerät

Totes Kaninchen mit Jagdgerät


Details

Museum
Louvre
Jahr
1729
Technik
Öl auf Leinwand (1954 übertragen)
Gattung
Gemälde
Maße
81 × 65 cm

Die Geschichte

Unter Ludwig XV. war solches Wild ein Privileg. Das Jagdrecht gehörte dem Adel und den Grundherren, und ein Bauer, der ein Kaninchen erlegte, das seine Saat fraß, konnte als Wilderer belangt werden. Der alte Titel des Bildes nennt das Tier ein lapin de garenne, ein Kaninchen aus einem Gehege, und solche Gehege waren selbst ein Recht des Grundherrn. Chardin hängte es kopfüber an eine Steinkante, neben Jagdtasche und Pulverflasche, und signierte links unten.

Rund 60 Jahre später, im August 1789, machte sich die revolutionäre Nationalversammlung daran, die feudalen Vorrechte abzuschaffen, und ein Artikel ihrer Dekrete beseitigte in einem einzigen Satz das ausschließliche Jagdrecht und die offenen Kaninchengehege. Bis dahin war das Bild wahrscheinlich schon durch mehrere Pariser Versteigerungen gegangen, eine davon nach dem Tod des Bronzeziseleurs Philippe Caffieri. 1852 kaufte der Louvre es dem Maler Jules Boilly für 700 Francs ab.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.