Doppelbildnis Max und Mathilde Beckmann

Doppelbildnis Max und Mathilde Beckmann


Details

Künstler
Max Beckmann
Jahr
1941
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

1941 war die Niederlande seit einem Jahr von deutschen Truppen besetzt, und Max Beckmann, der 1937 als Flüchtling nach Amsterdam gekommen war, saß noch immer dort fest. Er arbeitete unter dem Dach eines schmalen Grachtenhauses am Rokin, in dem früher eine Tabakfirma ihre Lager hatte. In diesem Jahr malte er sich mit seiner Frau Mathilde, die alle nur Quappi nannten. Er gibt sich als Mann von Welt, mit Seidenschal und Melone, und auf das Futter des Hutes ist das Wort London gedruckt. Quappi steht hinter ihm, kleiner als er, und beide sind so weit nach vorn gerückt, dass der Bildrand seinen Ellbogen und ihre Schulter abschneidet. Sie berühren sich, und doch hat jeder seinen eigenen Hintergrund, Schwarz hinter ihr, ein unbestimmtes Gelb hinter ihm. Schon 1925, im Jahr ihrer Hochzeit, hatte Beckmann das Paar gemalt, damals nebeneinander im Faschingskostüm.

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