
Caspar David Friedrich · PD
Früher Schnee
Details
Die Geschichte
Als dieses Bild 1828 zum ersten Mal in einem Dresdner Kunstblatt erwähnt wurde, hieß es Fichtenwald im Winter. 14 Jahre später, aus dem Nachlass seines Berliner Besitzers versteigert, lief es als Tannenwald im Winter, und danach verlor sich seine Spur für zwei Generationen. Friedrich war um 1827, als er es malte, 53 Jahre alt. Die immergrünen Nadelbäume verglich er in einer seiner seltenen Äußerungen über die eigene Kunst mit der beständigen Hoffnung der Gläubigen. Die Anordnung kannte er von sich selbst. Rund 15 Jahre zuvor hatte er im Chasseur im Walde dieselbe Wand verschneiter Nadelbäume frontal gestellt, dort mit einem verirrten französischen Soldaten davor und einem Raben auf dem Baumstumpf. Hier fehlen beide. Im selben Format folgte 1828 ein Gegenstück, ein Tannenwald mit Wasserfall in herbstlichen Braun- und Grüntönen.




