
Albrecht Dürer · PD
Kaiser Sigismund
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Die Geschichte
Am 29. September 1423 übergab Sigismund, damals römisch-deutscher König, der Stadt Nürnberg die Reichskleinodien zur Verwahrung, auf ewige Zeiten und unwiderruflich. Im März 1424 trafen Krone, Schwerter und Ornat ein. Von da an wurden sie einmal im Jahr gezeigt, am zweiten Freitag nach Ostern, auf dem Hauptmarkt. Die Nacht davor verbrachten sie in einer Wandnische im Schopperschen Haus am Markt, und für diese Nische ließ der Rat um 1512 bei Dürer zwei hohe Tafeln malen, drehbar, sodass sie sich davor schließen ließen. Die eine zeigt Sigismund, die andere Karl den Großen. Geschlossen sah man Wappen und Inschriften, geöffnet die beiden Kaiser. Sigismund war seit rund 75 Jahren tot, als der Auftrag erging, und Dürer hielt sich an ein älteres Bildnis von ihm. 1524 fand die Heiltumsweisung zum letzten Mal statt, die Reformation hatte sich in Nürnberg durchgesetzt. Zwei Jahre danach kamen die Tafeln ins Rathaus.




