
Jean-François Millet · PD
Das Ende des Weilers Gruchy
Details
Die Geschichte
Millet hat diesen Ort selbst beschrieben. Wenn man zum Meer hinuntergeht, schrieb er, steht man plötzlich vor dem weiten Blick aufs Wasser und dem grenzenlosen Horizont, und neben dem letzten Haus erhebt sich eine alte Ulme vor der unendlichen Leere. Wie lange, fragte er sich, stand der arme alte Baum schon dort, vom Nordwind gepeitscht. Er hat die Stelle mehrmals gemalt. In dieser Fassung von 1856 ist die Ulme die Mitte des Bildes, ein hoher, zerzauster Stamm, der sich über eine niedrige Steinmauer neigt, dahinter liegt ruhig und blau der Ärmelkanal. Eine Frau und ein Kind stehen an der Mauer und schauen aufs Meer. Links ragt der Giebel des letzten Hauses auf, grauer Stein unter Stroh, an der Tür ein Spinnrad, im Weg weiße Gänse. Gruchy gehört zur Gemeinde Gréville, und Millets Freund und Biograf Alfred Sensier führte das Bild als Ende des Dorfes Gréville. Das Museum hält es für möglich, dass es für einen Käufer in Perpignan entstand, am anderen, südlichen Ende Frankreichs, von dem nur die Initialen M. P. überliefert sind.




