
J. M. W. Turner, Fall of the Rhine at Schaffhausen, 1805. Wikimedia Commons. · PD
Der Rheinfall bei Schaffhausen
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Die Geschichte
1802 gab es in dem langen Krieg gegen Frankreich eine kurze Atempause, den Frieden von Amiens, und ungefähr ein Jahr lang konnten Briten wieder auf den Kontinent reisen. Turner, damals noch jung, ging geradewegs in die Alpen und kam mit mehr als 400 Zeichnungen zurück. Wenige Monate später ging der Krieg weiter, und diese Tür blieb für Jahre zu, sodass die Skizzen zu einem Vorrat wurden, aus dem er jahrzehntelang schöpfte. Dieses Bild ist eines von denen, die um 1805 daraus entstanden: der große Rheinfall bei Schaffhausen. Die genaue Ähnlichkeit mit dem Ort beschäftigte ihn weniger als das schiere Gewicht des Wassers. Die Farbe drückte und glättete er mit dem Malmesser, bis die Gischt fast so fest wirkt wie die Felsen, über die der Strom stürzt. Unten in der Ecke zieht eine Mutter ihr Kind von zwei sich beißenden Zugpferden fort, der einzige Ausbruch menschlicher Angst in einem Bild, das ganz dem stürzenden Wasser gehört.




