
Jean-François Millet · PD
Wald mit Schäferin und Schafen
Details
Die Geschichte
1850 traf Millet eine Abmachung mit Alfred Sensier, einem Freund in Paris, der sein Agent wurde. Sensier schickte Geld und Malmaterial nach Barbizon und bekam dafür Zeichnungen und Bilder, wobei Millet frei blieb, auch an andere zu verkaufen. Diese kleine Tafel von 1849 bis 1850 ging direkt vom Maler zu Sensier. Sie ist keine 28 Zentimeter hoch und kaum 15 breit, und fast alles darauf ist Wald. Hohe dunkle Stämme füllen das schmale Hochformat, rechts oben öffnet sich ein heller Streifen Himmel, und ganz unten steht eine dunkle Gestalt zwischen den Schafen, deren helle Rücken gerade noch zu sehen sind. Sensier starb 1877 und hinterließ sein Buch über Millets Leben unvollendet. Der Kritiker Paul Mantz vollendete es und gab es 1881 heraus. Im Dezember 1877 wurde Sensiers Sammlung im Pariser Hôtel Drouot versteigert, und diese Tafel, Los 53, ging an den Händler Alphonse Legrand, wahrscheinlich im Auftrag von Quincy Adams Shaw aus Boston.




