
Gustav Klimt · PD
Freundinnen I
Details
Die Geschichte
Im September 1907 meldete die Neue Freie Presse, Klimt habe während seiner Sommerfrische am Attersee ein neues Bild gemalt. Es heiße „Die Schwestern“ und zeige zwei Wiener Damen in eleganten Winterkostümen. Mitten im Sommer malte er also Pelz. Die beiden Frauen gehen darin fast unter. Ein Gesicht blickt uns frontal an, das andere erscheint im Profil, und darunter verschmelzen die dunklen Mäntel zu einer einzigen hohen Fläche, die nur eine weiße Brosche und ein schmaler Streifen bunten Musters unterbrechen. Ob die zwei tatsächlich verwandt waren, ist ungewiss. Das Schachbrettornament am unteren Rand hat an das Kabarett Fledermaus denken lassen, einen Treffpunkt im damaligen Wien, und sogar an die Tänzerin Grete Wiesenthal und eine ihrer Schwestern. Über die Galerie Miethke kam das Gemälde zum Industriellen Eduard Ast.




