
Vincent van Gogh, Head of a Man, 1885. Wikimedia Commons. · PD
Kopf eines Mannes
Details
Die Geschichte
Im Oktober 1884 nahm sich Van Gogh in Nuenen ein Pensum vor, angeregt von einem Malerfreund: mindestens 50 Köpfe von Bauern und Webern aus dem Dorf, einen nach dem anderen, bis ihm ein Gesicht wirklich gelingen würde. Dieser Kopf gehört zu den letzten der Reihe, entstanden im Frühjahr 1885, als dieselben Modelle auch für die Arbeit an den Kartoffelessern saßen. Wer der Mann war, ist unbekannt. In den Briefen, die sonst fast alles festhalten, steht über die Menschen, die ihm Modell saßen, kaum ein Wort. Zwei Jahre später, in Paris, drehte Van Gogh die Leinwand um und malte auf die Rückseite ein Selbstbildnis mit Strohhut und Pfeife. Dieselbe Leinwand trägt also einen Landarbeiter aus Nuenen und den Maler, der ihn gemalt hat.




