
Vincent van Gogh · PD
Kopf einer Bäuerin
Details
Die Geschichte
Weniger als einen Gulden hatte Van Gogh noch, als er Ende Januar 1885 aus Nuenen an seinen Bruder Theo schrieb, und für einige Stunden an diesem Tag brauchte er noch ein Modell. Draußen sei es trostlos, heißt es im selben Brief. Die Äcker seien ein Marmor aus schwarzen Erdschollen und etwas Schnee, dazwischen Tage mit Nebel und Schlamm, und die Zweige der Pappeln und Weiden stünden wie Draht vor dem Himmel. Das passe zu den Innenräumen, die in diesen dunklen Wintertagen sehr düster seien. Aus diesem Winter im brabantischen Dorf stammt der kleine Kopf. Er zeigt eine Bäuerin mit dunkler Haube, streng im Profil und nach rechts gewandt. Die Leinwand misst keine 40 Zentimeter in der Höhe, und seit 1962 gehört sie dem Cincinnati Art Museum, als Geschenk des Ehepaars John J. Emery.




