
Vincent van Gogh · PD
Kopf einer Bäuerin
Details
Die Geschichte
Für diese Köpfe suchte Van Gogh Gesichter, die grob und breit waren, mit niedriger Stirn, voll wie bei Millet, dem französischen Maler des Bauernlebens, den er verehrte. Im Winter 1884 auf 1885 malte er im brabantischen Dorf Nuenen rund 40 solcher Studien nach Menschen aus der Nachbarschaft, die meisten hängen heute im Van Gogh Museum in Amsterdam. Diese junge Frau mit dunkler Haube und großen dunklen Augen ist gleichmäßig beleuchtet und leichter gemalt als die Köpfe der Kartoffelesser, an denen er damals arbeitete. Nach London kam sie erst 2013, als erstes Gemälde, das die National Gallery über ein neues britisches Stiftungsmodell erhielt. Dabei überlässt ein Besitzer dem Staat noch zu Lebzeiten ein Kunstwerk und bekommt dafür einen Steuernachlass. Der Stifter blieb anonym. Bis dahin besaß die Galerie keinen einzigen Van Gogh aus seiner niederländischen Zeit.




