Herkules und Omphale

Herkules und Omphale


Details

Jahr
1585
Technik
Öl auf Kupfer
Gattung
Gemälde
Maße
23,2 × 18,4 cm

Die Geschichte

Der Held, der den Nemeischen Löwen erschlug, ist als Sklave an Omphale verkauft worden, die Königin von Lydien, und muss Frauenarbeit verrichten. Herkules kauert in Frauenkleidern über der Wolle, während Omphale sein Löwenfell und seine Keule an sich genommen hat und mit lässiger, fast hochmütiger Miene auf ihn herabsieht. Man verstand die Geschichte in der Renaissance als halb scherzhafte, halb ernste Warnung vor dem Weiberregiment, und Spranger spielt sie ironisch aus. Er malte sie um 1585 in Prag für Kaiser Rudolf II., auf eine Kupfertafel von kaum 23 Zentimetern Höhe, und sie hat ein gleich großes Gegenstück, Vulkan und Maia. Bis 1780 lag das kleine Bild in der kaiserlichen Schatzkammer zwischen Kostbarkeiten, dann kam es in die Gemäldegalerie. Links unten hat sich Spranger als Antwerpener bezeichnet, BAR. SPRANGERS ANT. FESIT.

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