
Vulkan und Maia
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Die Geschichte
Den bärtigen Gott hielt man lange für Jupiter. Harnisch und Schmiedehammer verraten aber Vulkan, den Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Die Frau neben ihm, mit Füllhorn und Ährenkranz, ist Maia, eine altitalische Frühlingsgöttin. Das Paar ist weniger zufällig, als es scheint. Der spätantike Schriftsteller Macrobius berichtet, dass der Priester des Vulkan am 1. Mai der Maia opferte. Spranger malte die Szene um 1585 für Rudolf II. in Prag, auf eine Kupfertafel von etwa 22 Zentimetern Höhe, als Gegenstück zu seinem Herkules und Omphale. Die aufreizend hingelagerte Haltung der Göttin hat er, so vermutet das Museum, einem Kupferstich des Agostino Veneziano entlehnt, eines Stechers aus dem römischen Umkreis Raffaels, der den Selbstmord der Kleopatra zeigt.




