
Gustav Klimt · PD
Italienische Gartenlandschaft
Details
Die Geschichte
Von Malcesine am Ostufer des Gardasees war es 1913 nicht weit nach Österreich. Die Nordspitze des Sees mit Riva und Torbole gehörte noch zur Donaumonarchie, und die Grenze zum Königreich Italien verlief knapp nördlich des Städtchens über das Wasser. Hier wohnte Klimt von Ende Juli bis Mitte September, zusammen mit Emilie Flöge und ihrer Familie. Drei Gemälde entstanden in diesen Wochen. Zwei zeigen Orte am Ufer, dieses hier bleibt ganz in einem Garten. Rosa und weiß blühende Sträucher füllen fast die gesamte Leinwand, erst am oberen Rand verraten ein Ziegeldach und ein paar dunkle Bäume, wo der Garten endet. Heute gehört das Bild zur Sammlung Kamm im Kunsthaus Zug. Im Mai 1915 erklärte Italien Österreich-Ungarn den Krieg, und das Ufer nördlich von Malcesine wurde zur Front.




