
Landschaft mit antikem Tempel und Jäger
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Die Geschichte
Im Jahr 1607 ließ Papst Paul V. den Maler Giuseppe Cesari festnehmen, genannt Cavalier d'Arpino. Der Vorwurf lautete auf unerlaubten Waffenbesitz. Um freizukommen, musste Cesari seine Sammlung von 107 Gemälden abtreten, und der Papst schenkte sie seinem Neffen, Kardinal Scipione Borghese. Darunter waren auch einige Landschaften, und diese Leinwand könnte eine davon sein. Sicher belegt ist sie erst im Borghese-Inventar von 1693. Der Schreiber notierte dort eine Landschaft mit einem Mann, der mit der Arkebuse auf eine Gans schießt. Rechts unten kauert tatsächlich ein kleiner Jäger auf den Felsen und zielt auf einen langbeinigen Vogel am Bach, den das Museum als Kranich bestimmt. Darüber thront auf der Klippe ein Rundtempel, vermutlich nach dem Vorbild des Sibyllentempels in Tivoli. Als Urheber trug der Schreiber Paul Bril ein. Das Museum führt den Namen weiterhin mit Fragezeichen, einige Forscher schreiben das Bild dagegen Frederik van Valckenborch zu, einem Flamen, der in den 1590er-Jahren in Italien arbeitete.

