
Rembrandt, Landscape with Castle, 1641. Wikimedia Commons. · PD
Landschaft mit Schloss
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Die Geschichte
Das Holland, in dem Rembrandt lebte, war flach, feucht und fast baumlos. Mit diesem Felssporn, auf dem eine Burg steht und über deren Türme das letzte Licht des abziehenden Gewitters bricht, hat es nichts zu tun. Einen solchen Ort gibt es nicht. Es ist eine im Atelier erfundene Landschaft. Rembrandt hat nur eine Handvoll solcher Landschaften gemalt, alle um 1640, als er auf dem Höhepunkt seiner Amsterdamer Laufbahn stand, teuer und gefragt. Diese dunklen, vom Wetter aufgeladenen Szenen scheinen etwas gewesen zu sein, das er für sich selbst tat, nicht für einen Auftraggeber. Über das genaue Jahr wird bis heute gestritten. Worüber niemand streitet, ist das Licht: ein tiefer, fahler Himmel, der über den Zinnen aufreißt, mit jener Dramatik, die Rembrandt sonst den Gesichtern vorbehielt.




