
Göteborgs konstmuseum (Gothenburg Museum of Art). Photo: Hossein Sehatlou · CC-BY-4.0
Landschaft mit Wassermühle
Details
Die Geschichte
Um 1896, als er diese Landschaft mit der Wassermühle malte, hatte Henri Rousseau den Beruf, dem er seinen Beinamen verdankte, bereits aufgegeben. Jahrelang hatte er an den Toren von Paris den Zoll eingezogen, weshalb man ihn le Douanier nannte, den Zöllner, während er in seiner freien Zeit malte, ganz ohne Ausbildung. 1893, mit 49, ließ er sich pensionieren, um nur noch zu malen, und stellte jedes Frühjahr im Salon des Indépendants aus, dessen jurylose Wände jeden zuließen. Die Kritik hielt ihn für einen Spaß, einen Beamten, der seine Sonntagsbilder zu ernst nahm. Seine Landschaften haben die Ruhe des Erinnerten mehr als des Gesehenen, hingesetzt mit jener flachen, geduldigen Genauigkeit, die sein ganzes Werk durchzieht. Die jüngeren Maler sahen, was die Rezensenten übersahen, und binnen weniger Jahre sammelten Picasso und sein Kreis seine Bilder. Nach seinem Tod ging dieses Bild nach Norden: 1923 schenkte es der schwedische Industrielle Gustaf Werner dem Kunstmuseum Göteborg.




