Madonna Litta

Leonardo da Vinci, Madonna Litta, 1490. Wikimedia Commons. · PD

Madonna Litta


Details

Museum
Eremitage
Jahr
1490
Technik
Tempera auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
42 × 33 cm

Die Geschichte

Die Madonna Litta entstand um 1490 im Umkreis Leonardo da Vincis in Mailand, wo er im Dienst der Herzöge von Sforza stand. Das kleine Bild zeigt Maria, die das Christuskind an der Brust nährt, vor zwei Fensterausblicken in eine bläuliche Berglandschaft. Über die Urheberschaft streiten die Fachleute bis heute. Die Bildidee, der zarte Aufbau und die Zeichnung des Kopfes gelten vielen als Leonardos Erfindung, und eine Vorstudie für das Gesicht Marias von seiner Hand ist erhalten. Die Ausführung in Tempera aber wirkt härter und kühler, als man es von ihm erwartet, weshalb andere sie einem seiner Schüler zuschreiben, etwa Giovanni Antonio Boltraffio. Das Kind wendet den Blick aus dem Bild heraus und hält in der Hand einen Distelfink, jenen Vogel, der auf die spätere Passion vorausdeutet. Ihren Namen trägt die Tafel von der Mailänder Adelsfamilie Litta, aus deren Sammlung sie 1865 nach Sankt Petersburg an die Eremitage kam.

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