
Leonardo da Vinci, Mona Lisa, 1503. Wikimedia Commons. · PD
Mona Lisa
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Die Geschichte
Um 1503 arbeitete Leonardo in Florenz, und ein Seidenhändler namens Francesco del Giocondo gab bei ihm ein Bildnis seiner Frau Lisa in Auftrag. Ein ganz gewöhnlicher Auftrag also, wie ihn wohlhabende Bürger damals oft vergaben. Nur lieferte Leonardo das Bild nie ab. Er nahm es mit, jahrelang, über die Alpen bis nach Frankreich, und arbeitete immer wieder daran. Dieses Zögern hat viel mit dem zu tun, was man heute sieht. Die weichen Übergänge um Mund und Augen, dieses berühmte Verschwimmen, das sein Lächeln so schwer fassbar macht, entstehen durch die Sfumato-Technik, ein Auftragen hauchdünner Farbschichten, für die man Geduld und viel Zeit braucht. Hinter der Frau öffnet sich eine karge Flusslandschaft mit Brücken und fernen Bergen, die eher erträumt als beobachtet wirkt. Nach Leonardos Tod ging das Bild an den französischen König Franz I. über und blieb im königlichen Besitz. Weltberühmt wurde es aber erst spät. 1911 stahl ein italienischer Handwerker das Gemälde aus dem Louvre und hielt es zwei Jahre in seiner Wohnung versteckt, bevor er versuchte, es in Florenz zu verkaufen. Die Zeitungen berichteten in aller Welt, und die leere Wand im Louvre zog mehr Besucher an als das Bild zuvor. Heute hängt es hinter Panzerglas, und die kleine Tafel misst nur etwa 77 mal 53 Zentimeter.




