
Georges Seurat · PD
Mann, ein Boot bemalend
Details
Die Geschichte
Ein Mann mit Strohhut und dunkler Jacke beugt sich über einen aufgebockten Bootsrumpf am Flussufer, hinter ihm ein weißer Pfosten und eine Reihe Pflöcke. Seurat malte die kleine Holztafel um 1883, als von seinen berühmten Farbpunkten noch nichts zu sehen war. Die Pinselstriche kreuzen sich rasch und locker, die Farben sind kühl, und die Courtauld Gallery erkennt darin den Einfluss Manets.
Nach Seurats Tod im März 1891 trafen sich am 3. Mai Angehörige und Freunde in seinem Atelier. Unter ihnen waren die Maler Paul Signac und Maximilien Luce sowie der Kritiker Félix Fénéon. Sie verzeichneten den Nachlass und teilten ihn auf. Die Tafel blieb zunächst bei der Mutter des Malers und kam später zu Fénéon, der 1886 den Begriff Neoimpressionismus geprägt hatte. 1928 kaufte sie der Textilindustrielle Samuel Courtauld.




