Millets Elternhaus in Gruchy

Jean-François Millet · PD

Millets Elternhaus in Gruchy


Details

Jahr
1854
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
59,7 × 73,7 cm

Die Geschichte

Millets Geburtshaus steht noch heute in Gruchy, einem Weiler auf den Klippen westlich von Cherbourg. Was man dort besichtigt, ist allerdings zum größten Teil wiederaufgebaut. 1854 malte Millet den Hohlweg daneben. Links erhebt sich ein hoher Wall aus Rasen und Steinen mit Bäumen obendrauf, und zwischen ihnen steht halb verdeckt eine kleine Gestalt in Rot. Rechts zieht sich die helle Hauswand den Weg entlang, auf dem ein paar weiße Gänse im Staub picken. Signiert hat Millet das Bild nie. Der Name unten rechts ist der Stempel, den die Werke aus seinem Atelier bei der Versteigerung nach seinem Tod bekamen. Das Haus erbte sein Bruder Auguste, später verkaufte es ein Neffe an einen amerikanischen Maler, der dort Anfang des 20. Jahrhunderts eine Malschule führte. 1925 stand es leer. Im Sommer 1944 traf ein amerikanischer Sherman-Panzer, der auf deutsche Küstenstellungen feuerte, die Fassade, und in den Jahren danach stürzten Dach, Gebälk und Obergeschoss ein. Das Département Manche ließ es wieder aufbauen, am 2. Juli 1997 wurde es als Museum eröffnet.

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