
Jacques-Louis David · PD
Napoleon am Großen St. Bernhard
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Die Geschichte
Im Mai 1800 führte Bonaparte eine Armee über den Großen Sankt Bernhard nach Italien. Die Kanonenrohre wurden in ausgehöhlten Baumstämmen über den Pass geschleift, und er selbst ritt ein paar Tage nach den Truppen auf einem Maultier hinüber, geführt von einem einheimischen Bergführer.
Für das Bild verlangte er etwas anderes. Ruhig auf einem feurigen Pferd wollte er dargestellt sein. Lange Modell sitzen mochte er dafür nicht. Es genüge, soll er gesagt haben, wenn im Porträt das Genie lebendig sei. David schrieb drei Namen untereinander in den Fels im Vordergrund: Bonaparte, Karl den Großen und Hannibal, die beiden Alpenüberquerer vor ihm.
Von der Komposition entstanden fünf Fassungen. Die Wiener war für den Regierungspalast in Mailand bestimmt. 1816 nahmen die Österreicher sie an sich, seit 1834 gehört sie den kaiserlichen Sammlungen in Wien.





