
Eugène Delacroix · PD
Waisenmädchen auf dem Friedhof
Details
Die Geschichte
Ein junges Mädchen sitzt am Rand eines Friedhofs, die Schulter entblößt, die Augen voller Angst zur Seite gerichtet, als nahe etwas Unheilvolles. Eugène Delacroix malte diese Waise um 1824, in den Jahren, in denen ganz Europa mit dem griechischen Freiheitskampf gegen die Osmanen fieberte. Vermutlich hängt das Bild mit seinem großen Gemälde vom Blutbad auf Chios zusammen, das er im selben Jahr im Pariser Salon zeigte. Delacroix ging es weniger um ruhige Schönheit als um den Ausdruck nackter, verletzlicher Empfindung, ein Kernanliegen der jungen romantischen Malerei. Die feuchten Augen und der geöffnete Mund lassen das Mädchen unmittelbar gegenwärtig wirken. Das Bildnis hängt heute im Louvre in Paris.




