
Jean-François Millet · PD
Träumendes Bauernmädchen
Details
Die Geschichte
Am 29. April 1880 ließ der Pariser Sammler Baron de Beurnonville seine modernen Gemälde im Auktionshaus Hôtel Drouot versteigern, darunter fünf Bilder von Millet, der seit fünf Jahren tot war. Los 42 war diese Holztafel, im Katalog schlicht als sitzende, ausruhende Bäuerin verzeichnet, etwa 23 mal 17 Zentimeter groß. Das Los davor war ein noch kleinerer Bauer, der nach dem Tagewerk ausruht. Den heutigen Titel, Träumendes Bauernmädchen, bekam das Bild erst später. Sie sitzt barfuß auf einer Böschung unter einem dunklen Baum, mit weißem Kopftuch, senffarbenem Umschlagtuch, heller, weiter Bluse und rotem Rock, die Wange in eine Hand gestützt, den Blick von uns abgewandt. In der anderen Hand hält sie einen kurzen Stock. Die Farbe ist dick und schnell aufgetragen, und das Weiß von Tuch und Ärmeln hebt sich hart vom Dunkel ab. Millet hat unten links signiert, das Museum datiert die Tafel auf 1848.




