Perry T. Rathbone
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Die Geschichte
Perry Rathbone war 29, als ihn das City Art Museum in St. Louis 1940 zum Direktor machte, damals hieß es, er sei der jüngste Museumsdirektor Amerikas. Gelernt hatte er in Harvard, im Kurs, den Paul Sachs für künftige Kuratoren gab, und danach am Detroit Institute of Arts bei dessen deutschstämmigem Direktor William Valentiner. Acht Jahre später stand er Max Beckmann Modell. Das Bildnis seiner Frau hatte Rathbone im Jahr zuvor bestellt und bezahlt, dieses hier begann Beckmann im Oktober 1948 ohne Auftrag. Er ließ Rathbone einen Fuß auf einen Stuhl stellen, die rechte Hand mit der Zigarette auf dem erhobenen Knie, die linke in der Hosentasche. Das Jackett ist grünlich gelb mit schwarzen Nadelstreifen, um den Hals eine lose schwarze Schleife, und der Blick geht leicht schräg an uns vorbei. Dahinter eine blaugrün gemusterte Wand, zwei Lanzen und am rechten Rand eine rotviolette Säule mit goldenem Schmuck, eine Kulisse, die manche an ein Kabarett erinnert. Beckmann signierte mit Ortsangabe, St. L, und Jahreszahl und verkaufte das Bild am 20. November an den Dargestellten. Rathbone schenkte es 1992 dem Museum of Fine Arts, 20 Jahre nachdem er dort als Direktor abgetreten war.




