
Vincent van Gogh, Piles of French Novels, 1887. Wikimedia Commons. · PD
Stapel französischer Romane
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Die Geschichte
Ein gelber Papierumschlag bedeutete im Paris des Jahres 1887 etwas ganz Bestimmtes: einen neuen französischen Roman, billig broschiert, meist von der modernen Sorte, die über Fabrikarbeit, Armut und Sexualität so offen schrieb, dass darüber gestritten wurde. Van Gogh las diese Bücher unablässig und zitierte sie in seinen Briefen, vor allem Zola und die Brüder Goncourt. Ein Besucher seines Ateliers brauchte für einen Tisch voller gelber Broschuren also keine Erklärung, er las darin ein Bekenntnis dazu, worum es in der Malerei gehen sollte. Deshalb gilt das Bild bis heute als Hommage an die zeitgenössische Literatur. Dem Stapel gab Van Gogh mehr Platz, als andere Maler einer Obstschale zugestehen, über 70 Zentimeter Leinwandbreite, und ein Band liegt vorn aufgeschlagen, dem Betrachter zugewandt.




