
Jean-Auguste-Dominique Ingres · CC-BY-SA-4.0
Papst Pius VII. bei der Kapellenandacht
Details
Die Geschichte
Ingres lebte 1819 noch in Rom und hielt sich mit kleinen Aufträgen und Bleistiftbildnissen durchreisender Besucher über Wasser. In diesem Jahr begann er eine zweite Fassung eines Motivs, das er schon 1814 gemalt hatte, Papst Pius VII. in der Sixtinischen Kapelle. Der Papst thront unter einem roten Baldachin am oberen Ende rot bespannter Stufen, zu beiden Seiten sitzen und stehen Kardinäle, dahinter füllt Michelangelos Jüngstes Gericht die Wand. Ein Franziskaner tritt heran, um ihm vor der Predigt die Füße zu küssen. Vollendet wurde das Bild 1820 in Florenz, signiert ist es trotzdem mit Rom und dieser Jahreszahl. 1824 hing es im Salon, ohne im gedruckten Katalog zu stehen, und um 1828 nahm Ingres es in Paris noch einmal vor, überarbeitete es und vergrößerte die Leinwand.




