Miniaturporträt der Anna von Kleve (1515–1557)

Hans Holbein the Younger · PD

Miniaturporträt der Anna von Kleve (1515–1557)


Details

Jahr
1539
Technik
Aquarell
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

Im Jahr 1539 suchte Heinrich VIII. ein Bündnis mit den protestantischen Fürsten im Reich, und dafür kam eine Schwester des Herzogs von Kleve als Braut in Frage. Hans Holbein, sein Hofmaler, sollte sie porträtieren. Diese Miniatur, in Wasserfarben auf Pergament gemalt, zeigt Anna von Kleve frontal vor blauem Grund. Seit dem 18. Jahrhundert heißt es, genau dieses Bildnis habe man dem König vorgelegt. So notierte es der englische Kupferstecher und Altertumsforscher George Vertue in den 1720er-Jahren. Beweisen lässt es sich nicht. Die gedrechselte Elfenbeindose, in der die Miniatur liegt, ist wohl jünger und stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Solche Drechselarbeiten waren damals in Deutschland verbreitet, in England kaum. Der Deckel ist als Tudor-Rose geschnitzt und lässt sich bis heute auf den Boden schrauben.

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