
Jan van Eyck · PD
Bildnis eines Mannes mit blauem Chaperon
Details
Die Geschichte
Dieses winzige Bildnis, kaum größer als eine Hand, gehört zu den frühesten Ölporträts der europäischen Malerei, entstanden um 1430 in den Niederlanden. Der dargestellte Mann ist unbekannt. In der Hand hält er einen Ring, weshalb man ihn früher für einen Juwelier oder Goldschmied hielt. Über Jahrzehnte zweifelten Kunsthistoriker, ob das Werk wirklich von Jan van Eyck stamme. Erst eine Reinigung im Jahr 1991 brachte Klarheit: Die Infrarotaufnahmen zeigten eine Unterzeichnung und einen Umgang mit der Ölfarbe, die unverkennbar van Eycks Handschrift trugen. Nach Siebenbürgen gelangte das Bild durch Samuel von Brukenthal, den habsburgischen Gouverneur der Region im 18. Jahrhundert, dessen Sammlung 1817 öffentlich zugänglich wurde und bis heute in Sibiu zu sehen ist. Das Licht fällt scharf von links und lässt das Gesicht aus dem dunklen Grund treten.




