
Hans Holbein the Younger · PD
Porträt eines Mannes mit Laute
Details
Die Geschichte
Das Bildnis eines Mannes mit Laute galt lange als Werk der 1530er Jahre, als Holbein in London Kaufleute und Höflinge malte. Heute datieren es Kenner wie John Rowlands und Susan Foister auf 1526/27. Maßgeblich ist die Nähe zu zwei Tafeln, die 1526 in Basel entstanden und heute im dortigen Kunstmuseum hängen, der „Lais von Korinth“ und „Venus und Amor“. In Basel stritt man damals heftig um die Reformation, kirchliche Aufträge blieben aus, und noch vor Jahresende war Holbein zu seinem ersten Aufenthalt nach England aufgebrochen. Wer der Mann ist, weiß niemand, und ob er diesseits oder jenseits des Ärmelkanals Modell saß, ebenso wenig. Die Laute hält er aufrecht wie einen Stab, in der anderen Hand einen gefalteten Brief, und vor ihm auf dem rot bedeckten Tisch liegt ein aufgeschlagenes Buch. Die Eichenholztafel ist fast quadratisch, etwa 44 Zentimeter in jede Richtung.




