
Jan van Eyck · PD
Bildnis des Baudouin de Lannoy
Details
Die Geschichte
Um 1435 ist der burgundische Hof der reichste Europas, und Baudouin de Lannoy zählt dort zu den ranghohen Männern: Kämmerer Herzog Philipps des Guten, Statthalter von Lille, Gesandter beim englischen König. Van Eyck zeigt ihn mit der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, dem Ritterorden, den Philipp 1430 gegründet hatte und zu dessen ersten Mitgliedern Lannoy gehörte. Diese Kette ist der eigentliche Gegenstand des Bildes, und der schwere Brokat, der breite Pelzhut, der goldene Ring sagen alle dasselbe, den Rang. In der Hand hält er einen schlichten Holzstab, ein Zeichen seines Amtes. Van Eyck beschönigt nichts, der ergraute Bart, die schweren Lider, der leicht misstrauische Blick eines Mannes, der es gewohnt war, im Namen eines Herzogs zu verhandeln.




