
Hans Holbein the Younger · PD
Bildnis des Bonifacius Amerbach
Details
Die Geschichte
Bonifacius Amerbach war 24 und im Begriff, zum Jurastudium nach Avignon aufzubrechen. Reisen war gefährlich, und falls er nicht zurückkäme, sollte wenigstens ein Bild von ihm dableiben. Den lateinischen Text auf dem Täfelchen neben ihm hat er selbst verfasst. Darin spricht das gemalte Gesicht und behauptet, dem lebenden in nichts nachzustehen. Datiert ist er auf den 14. Oktober 1519, Amerbachs Geburtstag. Rechts daneben steht ein Feigenbaum, im Hintergrund liegen verschneite Berge. Amerbach kam zurück, wurde Rechtsprofessor in Basel und später Erbe des Gelehrten Erasmus von Rotterdam. Seine Sammlung, in der auch dieses kleine Bildnis lag, kauften Stadt und Universität 1661 für 9000 Reichstaler und machten sie öffentlich zugänglich. Aus ihr ist das Museum hervorgegangen, in dem das Porträt heute hängt.





