
Rembrandt · PD
Bildnis des Cornelis Claeszoon Anslo und seiner Frau Aaltje Schouten
Details
Die Geschichte
Als Wilhelm von Bode, der Direktor der Berliner Gemäldegalerie, dieses Bild 1894 in London von Lord Ashburnham kaufte, war es in England als »Anslo tröstet eine Witwe« bekannt. Die Frau am Tisch ist allerdings Anslos eigene Ehefrau, Aeltje Gerritsdochter Schouten. Cornelis Claesz Anslo war ein wohlhabender Tuchhändler und Prediger der Waterländer Mennoniten in Amsterdam, und Rembrandt malt ihn 1641 mitten im Sprechen. Er trägt einen hohen schwarzen Hut und einen pelzgefütterten Mantel und hat sich gerade von einem riesigen aufgeschlagenen Buch auf dem Lesepult abgewandt, der hellsten Stelle im Bild. Auf dem Tisch liegen ein goldgelbes Tuch und ein rotbrauner Teppich, dazu ein zweites Buch, ein Leuchter mit einer einzigen weißen Kerze und eine Lichtschere. Anslo streckt seiner Frau die linke Hand entgegen, die Handfläche nach oben, den Zeigefinger erhoben. Das Museum nennt diese Geste den Mittelpunkt der ganzen Komposition. Aeltje hört im Profil zu, mit Spitzenhaube und flachem Kragen, ein zerknittertes weißes Taschentuch im Schoß, und keiner der beiden schaut aus dem Bild heraus.





