
Hans Holbein the Younger · PD
Porträt Heinrichs VIII.
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1698 brannte der Palast von Whitehall in London fast vollständig ab, und mit ihm verschwand das lebensgroße Wandbild, das Hans Holbein der Jüngere um 1537 für Heinrich VIII. gemalt hatte. Der König stand darauf neben seinen Eltern und seiner dritten Frau Jane Seymour. Diese kleine Tafel, nur 28 Zentimeter hoch, stammt aus derselben Zeit und gilt heute als das einzige erhaltene Gemälde des Königs, das allgemein Holbein selbst zugeschrieben wird. Die Kleidung entspricht weitgehend der auf dem Wandbild: das schwarze Barett mit Juwelen und weißer Feder, das Wams mit den weißen Puffen, die aus den Schlitzen quellen, die schwere Kette aus Gold und roten Steinen. Die Haltung ist eine andere. Heinrich wendet sich noch leicht zur Seite, so wie auf Holbeins lebensgroßem Karton für die Wand, der in der National Portrait Gallery in London erhalten ist. Auf dem fertigen Wandbild blickte er dem Betrachter frontal entgegen. Lange gehörte die Tafel der Familie Spencer und hing auf ihrem Landsitz Althorp. 1934 kam sie in die Sammlung des Barons Heinrich Thyssen-Bornemisza.





