
Rembrandt · PD
Bildnis des Jan Six
Details
Die Geschichte
1653 lieh der wohlhabende Amsterdamer Jan Six dem Maler tausend Gulden, denn Rembrandt steckte tief in Schulden und stand nur zwei Jahre vor dem Bankrott. Ein Jahr später entstand dieses Bildnis, vielleicht zum Teil als Abzahlung. Six war Tuchhändler aus reichem Haus, Dichter und Sammler, später Bürgermeister der Stadt. Rembrandt malt ihn in einem Augenblick der Bewegung: Six hat gerade einen Handschuh übergestreift und wirkt, als wolle er gleich aufbrechen. Die Goldstickerei auf dem roten Mantel ist nur eine Folge rascher Pinselstriche, der Handschuh bleibt fast skizzenhaft, während die angespannte rechte Hand mit erstaunlicher Genauigkeit sitzt. Das Gemälde ist bis heute im Besitz der Familie Six und nur selten öffentlich zu sehen.




