Bildnis der Margaretha von Mochau, Ehefrau des Gerhard von Westerburg

Bildnis der Margaretha von Mochau, Ehefrau des Gerhard von Westerburg


Details

Jahr
1524
Technik
Tempera

Die Geschichte

Fast 500 Jahre lang trug die Frau auf dieser Tafel den falschen Namen. Sie galt als Gertraude von Leutz, bis Forscher im Frühjahr 2021 in einem Frankfurter Erlass von 1524 lasen, dass die Frau des Gerhard von Westerburg in Wahrheit Margaretha von Mochau hieß. So bekam die Dargestellte ihren Namen zurück, im selben Jahr, in dem das Bild entstand, nur 497 Jahre später. Dieses Jahr hat Gewicht. Ihr Mann Westerburg war ein radikaler Reformator, einer der unruhigen Prediger der frühen Reformation, und 1524 stand am Vorabend des Bauernkriegs, der bald durch die deutschen Lande zog. Bruyn verrät davon nichts. Er zeigt sie als Halbfigur, die Hände ruhig gefaltet, standesgemäß gekleidet. Dreht man die Tafel um, kippt die Stimmung völlig: Auf der Rückseite malte er einen Totenschädel.

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