Porträt Philipps I. von Kastilien

Porträt Philipps I. von Kastilien


Details

Jahr
1505
Technik
Öl
Maße
41 × 22 cm

Die Geschichte

Den Namen Michael Sittow trägt diese kleine Pappeltafel erst seit 2009. Damals wurde in Kopenhagen Sittows Bildnis des dänischen Königs Christian II. geröntgt, und unter der Farbe kam ein fast gleiches Porträt zum Vorschein. Zuvor hatte man an Dürer, Holbein und andere gedacht.

Dargestellt ist nach heutiger Deutung Philipp der Schöne, früher hielt man ihn auch für seinen Sohn, den späteren Kaiser Karl V. Das Museum datiert die Tafel auf 1505 bis 1506. Nach dem Tod Isabellas von Kastilien 1504 fiel deren Krone an ihre Tochter Johanna, Philipps Frau. Im Frühjahr 1506 landete er in Spanien, um mit ihr zu regieren, im September war er tot.

Um den Hals trägt er die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, des Ritterordens der Herzöge von Burgund. Am Hut sitzt eine Plakette mit Maria und dem Kind und einer lateinischen Bitte an die Gottesmutter, seiner zu gedenken. In der Hand hält er eine violette Nelke, vielleicht ein Hinweis auf die Ehe, vielleicht auf die Passion Christi.

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