
Hans Holbein the Younger · PD
Porträt von Robert Cheseman (1485-1547)
Details
Die Geschichte
Ein Gerfalke, der größte unter den Beizfalken, sitzt verkappt auf dem Handschuh dieses Mannes, am Fuß eine kleine Schelle, mit der man den Vogel wiederfand, wenn er Beute geschlagen hatte. Die lateinische Inschrift nennt den Herrn: Robert Cheseman, 48 Jahre alt, im Jahr 1533. Holbein hatte sich gerade endgültig in London niedergelassen, und ein Grundbesitzer aus Middlesex, der als Friedensrichter diente, gehörte genau zu der Kundschaft, die er nun malte. Oft heißt es, Cheseman sei Oberfalkner Heinrichs VIII. gewesen, und so beschreibt ihn auch das Mauritshuis. Die History of Parliament, das englische Nachschlagewerk zu den Parlamentsmitgliedern, fand für ein solches Amt keinen Beleg und vermutet, er sei schlicht ein begeisterter Jäger gewesen. Die Leine ist um die behandschuhten Finger gewickelt, mit der bloßen rechten Hand streichelt er die gesprenkelte Brust des Falken.





