Porträt der Erzherzogin Claudia als Galla Placidia
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Die Geschichte
1672 brauchte der Innsbrucker Hof ein Bildnis der Erzherzogin Claudia Felicitas. Sie war 19 und für Kaiser Leopold I. bestimmt. Ihre Mutter Anna de' Medici bat ihren Bruder in Florenz um Justus Sustermans, den Hofporträtisten der Medici. Der war zu alt für die Reise, also fuhr Dolci und blieb von April bis September. Geheiratet wurde 1673, da war die Leinwand noch nicht fertig. Abgeschlossen hat er sie 1675 in Florenz, und inzwischen hatte Großherzog Cosimo III. eine andere Anweisung gegeben. Aus dem Bildnis sollte ein Idealbild der Galla Placidia werden, der Tochter des Kaisers Theodosius, in Erinnerung geblieben dafür, dass sie der Kirche ihre Vorrechte zurückgab. Claudia Felicitas starb im Frühjahr darauf, mit 22 Jahren. Was Cosimo verlangt hatte, steht bis heute auf der Leinwand, der Nimbus hinter dem Kopf, das Kruzifix in der Hand, Krone und Buch daneben.




