
Gustav Klimt · PD
Bildnis des Pianisten Joseph Pembauer
Details
Die Geschichte
Rechts oben steht ANNO DOMINI MDCCCLXXXX, also 1890. In diesem Jahr gründeten Wiener Freunde eine Gesellschaft, benannt nach dem Innsbrucker Komponisten und Dirigenten Josef Pembaur, einem Schüler Bruckners. Ihr Stammtisch war im Spatenbräu, einem Wiener Bierlokal, und für dessen Stube entstand dieses Bildnis. Der Maler Franz Matsch, mit dem Klimt damals ein Atelier teilte, erinnerte sich später an Pembaur mit goldener Leier und Lorbeer. Das Gesicht ist so genau und nüchtern erfasst, dass die Klimt-Foundation eine Fotografie als Vorlage vermutet. Der breite goldene Rand dagegen ist flächig gezeichnet wie griechische Vasenmalerei, mit Apollon und seiner Kithara auf einer ionischen Säule, Delfinen, Sternen, einem Dreifuß und unten einer kleinen Schaufel mit den Buchstaben G S, dem Zeichen der Spaten-Brauerei. Als das Lokal schloss, ging das Bild offenbar an den Gründer der Gesellschaft. Aus seinem Nachlass ersteigerte es 1936 das Ferdinandeum.




