
Liegende Frau mit Buch und Schwertlilien
Details
Die Geschichte
Zwischen 1929 und 1932 hatte Max Beckmann neben Frankfurt eine zweite Wohnung mit Atelier in Paris, und aus diesem Pariser Atelier stammt das Bild von 1931. Im März jenes Jahres zeigte die Galerie de la Renaissance seine erste Einzelausstellung in der Stadt, und ein französischer Kritiker nannte ihn „eine Art germanischer Picasso“. Auf einem gelben Sofa liegt eine Frau in rot-weißem Korsett und dunklen Strümpfen. Sie hält ein Buch hoch, das fast ihr ganzes Gesicht verdeckt, und auf ihrem Schoß liegt ein Strauß blauer Schwertlilien. Das Belvedere hält beide Deutungen offen. Kleidung und Pose lassen an eine Prostituierte denken, die Frau könnte aber auch Beckmanns Ehefrau Mathilde sein, genannt Quappi. Kräftige schwarze Konturen fassen die Grundfarben Gelb, Rot und Blau vor einer flachen rosa Wand zusammen.




