
Vincent van Gogh, Roadway with Underpass, 1887. Wikimedia Commons. · PD
Straße mit Unterführung
Details
Die Geschichte
Im Spätsommer 1887 stand Van Gogh am Rand von Paris vor einer der sogenannten Poternen, niedrigen Durchgängen durch den Festungsring, der die Stadt damals noch umschloss. Wer hier hindurchging, kam von draußen, etwa aus Asnières, dem Vorort an der Seine, in den Van Gogh oft zum Malen hinauszog. Genau aus dieser Richtung ist das Bild gesehen. Am Ende des Tunnels schimmert mattes Licht, und mitten im Dunkel geht eine schwarz gekleidete Gestalt. Die ockerfarbene Mauer ist dick und pastos aufgetragen, die Schatten sind kreidig blau, das Laub auf der Böschung besteht aus kurzen Tupfen in Komplementärfarben. Ein Jahr später, in Arles, griff er diesen Blick noch zweimal auf, bei der Brücke von Trinquetaille und bei einer Eisenbahnbrücke, beide Male schräg von rechts durch einen Bogen gesehen.




