
Hans Holbein the Younger · CC-BY-SA-4.0
Rundbildnis des Erasmus von Rotterdam
Details
Die Geschichte
Dieses Erasmus-Bildnis ist kaum handbreit, ein gemaltes Rundbild von etwa 14 Zentimetern Durchmesser. Als Holbein es um 1532 schuf, war der Gelehrte in den Sechzigern und lebte längst nicht mehr in Basel. Die Reformation hatte die Stadt gespalten, und Erasmus, der sich aus dem Streit heraushalten wollte, war 1529 rheinaufwärts nach Freiburg gezogen. Ein so kleines Format war zum Halten, Verschenken oder Aufbewahren gedacht, nicht zum Aufhängen. Holbein hatte ihn im Jahrzehnt zuvor mehrfach gemalt und kannte das Gesicht genau, die lange Nase, die gesenkten Lider, das verhaltene Lächeln eines Mannes, der es gewohnt war, betrachtet zu werden. Gegen Ende kehrte Erasmus nach Basel zurück und starb dort 1536, was dieses Bild zu einem der letzten nach dem Leben entstandenen Bildnisse macht.





