
Francisco de Zurbarán · PD
Die heilige Agatha
Details
Die Geschichte
Zurbarán arbeitete im Sevilla der 1630er Jahre, als Klöster und Bruderschaften der Gegenreformation reihenweise Heiligenbilder bestellten. Seine Märtyrerinnen malte er wie wohlhabende Sevillanerinnen seiner eigenen Zeit, in schweren, sorgfältig beobachteten Stoffen. Diese junge Frau steht ruhig da, festlich gekleidet, und man hielte sie für eine Dame von Stand. Erst der silberne Teller in ihren Händen sagt, wer sie ist. Darauf liegen ihre beiden abgeschnittenen Brüste, das Zeichen der heiligen Agatha aus Catania, der ein sizilianischer Statthalter dies antun ließ, weil sie ihn abgewiesen hatte. Lange hielt man die Formen für Brote oder Glocken. Montpellier kaufte das Bild 1852 für 1540 Francs.




