
Francisco de Zurbarán · CC-BY-SA-4.0
Der heilige Franziskus in Ekstase
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Die Geschichte
Um 1660 stand Francisco de Zurbarán längst nicht mehr in der Gunst wie einst. In Sevilla, wo ihn seine Mönche in Weiß berühmt gemacht hatten, neigte sich der Geschmack nun dem jungen Murillo zu, weicher und lichter. In diesen späten Jahren, fast am Ende seines Lebens, malte er diese kleine Leinwand seines Namensheiligen, Franz von Assisi. Vor dunklem Grund trägt der Heilige die geflickte Kutte, hält einen Totenschädel in den Händen und hebt das Gesicht einem Licht entgegen, ergriffen von der Verzückung des Gebets. Ein Andachtsbild, streng und ohne Zierrat, ganz im Geist der kapuzinischen Reform. Lange wusste man nicht mehr, von wem es stammte: Als es der bayerische Kurfürst 1756 erwarb, galt es als ein Guido Reni, und erst 1818 gab man dem Werk den Namen Zurbarán zurück. Heute hängt es in der Alten Pinakothek in München.




